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Projekt Neubau Sedelbrücke, Emmen

Jahr: 2007
 
 
 
 

 Querschnitte / Übersichtsplan / Artikel NLZ, 27. April 2007

Ausgangslage:
Die bestehende 90m lange Sedelbrücke im Gebiet Grüblischachen in Emmenbrücke mit drei Abstützungen im Flussbett der Reuss wurde durch das Hochwasser vom August 2005 arg in Mitleidenschaft gezogen. Profile der Stahlfachwerke wurden z.T. verkrümmt, Werkleitungen wurden heruntergerissen und auch der Korrosionsschutz sollte in den kommenden Jahren komplett erneuert werden. Deshalb, und weil auch eine sanierte Brücke den neusten Anforderungen des Wasserbaus nicht genügen würde, hat sich die Gemeinde Emmen entschieden, die alte Brücke ca. 30m flussaufwärts durch eine neue Brücke für Fussgänger und Fahrradfahrer zu ersetzen, die gleichzeitig auch optimale Bedingungen für die vielen Werkleitungen schafft.

Brückentragwerk:
Die neue Brücke überspannt die Reuss mit einer Spannweite von 84m ohne Zwischenabstützung. Das Tragwerk wird gebildet durch einen Dreieck-Fachwerkbinder in Holzbauweise. Der 3m breite Gehweg für Fahrräder und Fussgänger liegt zwischen den beiden unten liegenden Untergurten. Der Obergut befindet sich zentral über dem Gehweg und wird von den beiden 60° geneigten seitlichen Fachwerken gegen Knicken gehalten. Die statische Höhe beträgt in Brückenmitte 6.5m.
Die Brücke trägt als einfacher Balken und wird am rechten Ufer fix und am linken Ufer verschieblich gelagert, damit die Temperaturverformungen ohne Zwängungen aufgenommen werden können.

Holzschutz:
Die Holzkonstruktion wird durch ein Membrandach vor direkter Bewitterung geschützt. Das Dach wird über den Dreieckbinder gespannt und durch Stahlprofile nach aussen gestützt. Somit öffnet sich der Ausblick für die Passanten. Die Aussenkante des Membrandaches wird durch ein Seil gespannt.

Widerlager:
Als Widerlager am rechten Ufer wird das betonierte Widerlager der ehemaligen Militärbrücke verwendet. Am linken Ufer muss das Widerlager zurückverschoben werden. Das alte Widerlager wird abgebrochen und 10m dahinter ein neues Widerlager betoniert. Im Widerlager sind auch die ganzen Verzweigungen und technischen Einrichtungen für die Werkleitungen untergebracht.

Werkleitungen:
Die Werkleitungen von Fernwärme, Erdgas, Wasserversorgung, Abwasser und Telekom werden neu innerhalb der statischen Konstruktion geführt und damit vor zukünftigen Hochwasserereignissen geschützt. Die Leitungen werden auf der Höhe des Gehweges seitlich von diesem in den vom Holzbau gebildeten Dreiecken geführt.

Wasserbau:
Aufgrund des neuen Dimensionierungsabflusses der Reuss für den Hochwasserfall muss die neue Brücke leicht höher gebaut werden als die alte. Der lichte Freiraum zwischen UK Brücke und OK max. Wasserspiegel beträgt im Bereich des heutigen Gerinnes mindestens 1.5m, damit Schwemmholz nicht zurückgestaut wird. Durch die Rückverlegung des linken Widerlagers um ca. 10m landeinwärts hält man sich die Option offen, das heutige Gerinne der Reuss in einem späteren Wasserbauprojekt verbreitern zu können, ohne dass die neue Holzbrücke zum Hindernis werden würde.

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